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Die Veden und ihre Bedeutung

Astrologie ist eine spirituelle Disziplin, und Teil der alten Veden.


Die Veden sind eine Sammlung heiliger Schriften, die der Menschheit nicht durch menschlichen Verstand, sondern durch die höchste göttliche Kraft übermittelt wurden.


Sie sind göttlich offenbarte Weisheiten, die als Anleitung zum Leben gegeben wurden – damit der Mensch, der sich in der Welt des Unwissens und des Leidens verirrt hat, den Weg zur Wahrheit, zum Verständnis seiner wahren Natur und seines höchsten Ziels finden kann.


Die Veden umfassen alle Aspekte des Seins – von der Struktur des Kosmos und den Gesetzen der Natur bis zur inneren Essenz der Seele und den Gesetzen des Karmas.

Vedische Astrologie

Vedische Astrologie ist ein Werkzeug, das es ermöglicht, den göttlichen Plan,

karmische Aufgaben und die Besonderheiten des Weges eines jeden einzelnen Menschen zu verstehen.

Diese Wissenschaft wird auch Hora-Shastra genannt. Sie spricht über die Ergebnisse guter und schlechter Taten,

die Menschen in ihren früheren Leben begangen haben.

Hora bedeutet Stunde und bezieht sich auf den Einfluß des Geburtszeitpunkts auf den Menschen.

Diese Wissensdisziplin ist untrennbar mit dem Konzept der karmischen Vergeltung verbunden.


Karma -  ist die Gewohnheit, unbewusst zu handeln, und das ist unser Horoskop. 

Wenn der Mensch versucht, alles, was er tut, in bewusste Form zu übersetzen,

überschreitet er die Grenzen der Vorbestimmung des Schicksals.

Vier Schritte des Verstehens durch Djyotish

Erster Schritt

Die Aufgabe der vedischen Astrologie besteht darin, dem Menschen zu helfen, seine Natur zu erkennen und zu verstehen und ihn auf den Weg der richtigen Handlung

zur richtigen Zeit zu führen.

Zweiter Schritt

Djyotish hilft zu verstehen, dass das Horoskop ein Spiegel dessen ist, was der Mensch in früheren Leben angesammelt hat,

ein Spiegel seiner unbewussten Natur.

Dritter Schritt

Djyotish hilft zu verstehen, dass das Schicksal, die Vorherbestimmung, oder das, was als Fügung bezeichnet wird, lediglich Karma ist - das Ergebnis unbewusster Natur und Reaktionen auf die Umstände unseres Lebens.

Karma ist Gewohnheit, unbewusst zu handeln,

und das ist unser Horoskop.

Vierter Schritt

Wenn der Mensch versucht alles, was er macht, in den Bereich des Bewusstseins zu bringen, überschreitet er die Grenzen der Vorherbestimmung. Im 4. Schritt beginnt der Mensch nicht mehr impulsiv zu handeln, sondern gemäß bestimmten Prinzipien, basierend auf Wissen aus den heiligen Schriften.

Der Mensch aus astrologischer Sicht

Im Sechsten Canto des Śrīmad-Bhāgavatam wird erklärt, dass ein Lebewesen entsprechend der Guṇa der materiellen Natur, unter deren Einfluss es steht – Tugend (Sattva), Leidenschaft (Rajas) oder Unwissenheit (Tamas) – einen entsprechenden Körper erhält. Das Problem besteht jedoch darin, dass die meisten Lebewesen in dieser Welt den Guṇas der Leidenschaft und der Unwissenheit unterliegen.


Ein Mensch der unter dem Einfluss der Guṇa der Unwissenheit steht, beschäftigt sich ausschließlich mit den Bedürfnissen seines gegenwärtigen Körpers und versucht möglichst viele Sinnesfreuden zu genießen. Er denkt nicht darüber nach was danach kommt. Für ihn bestehen Glück und der Sinn des Lebens darin, den Magen zu füllen und die Sinne zufriedenzustellen.

Der Mensch sollte jedoch über Wissen verfügen, um zu verstehen, wie sein vergangenes Leben verlaufen ist und wie er in der Zukunft ein besseres Schicksal erlangen kann. Im Werk Bṛgu-saṁhitā kann man mithilfe astrologischer Berechnungen etwas über sein vergangenes, gegenwärtiges und zukünftiges Leben erfahren. So oder so sollte jeder Mensch seine Vergangenheit, seine Gegenwart und seine Zukunft kennen.

Aus der Sicht der vedischen Astrologie ist der Mensch eine auf der Erde verkörperte Seele – ewig, voller Wissen und von Natur aus glückselig. Die Seele ist ewig, der Körper hingegen vergänglich. Den Körper, den die Seele entsprechend ihren frommen oder sündhaften Handlungen erhält, bestimmt die materielle Natur und prägt dadurch ihre Lebensumstände.

Der eine erhält einen starken und gesunden Körper, der andere einen schwachen. Der eine wird schön geboren, der andere als Krüppel. Der eine kommt in einer wohlhabenden Familie zur Welt, der andere in einer armen. Die materielle Natur belohnt den einen und weist den anderen entsprechend den Handlungen aus vergangenen Leben zurecht.

Der Körper des Lebewesens ist ein komplexer Mechanismus, der aus materiellen Elementen besteht. In diesem Körper kämpft das Lebewesen um seine Existenz und bleibt dabei letztlich ganz auf sich allein gestellt – so lehren es die Veden.

Der Mensch besitzt einen grobstofflichen Körper, der für alle sichtbar ist, und einen feinstofflichen Körper, der unsichtbar bleibt. Der feinstoffliche Körper besteht aus sechzehn Elementen: den fünf Erkenntnissinnen, den fünf Handlungsorganen, den fünf Sinnesobjekten sowie dem Geist (Manas), der das sechzehnte Element bildet. Über dem Geist steht das siebzehnte Element – das eigentliche Lebewesen, die Seele. Allein sie erfährt das materielle Leben mithilfe der übrigen sechzehn Elemente und erlebt dabei drei Zustände: Glück, Leid und eine Mischung aus beidem.

Der Geist ist eine feinstoffliche Energie, die sich in den Luftströmen der Herzgegend bewegt. Er ist das Organ der Wahrnehmung, das sich überallhin erstrecken und den Raum durchdringen kann. Der Körper kann sich an einem Ort befinden, während der Geist sich im selben Augenblick an einem anderen Ort aufhält.

Der Geist hat nur zwei Aufgaben: Er nimmt das an, was für die Sinne günstig ist, und weist das zurück, was für die Sinne ungünstig ist. Der Geist lenkt den Körper. Der Körper handelt nach dem Willen des Geistes. Wenn der Geist Durst verspürt, greift die Hand nach einem Glas Wasser.

Der feinstoffliche Körper ist ein Produkt der drei Guṇas der materiellen Natur. Er besteht aus unüberwindlichen Wünschen und zwingt das Lebewesen, von einem Körper in den nächsten zu wandern und bald die Gestalt eines Menschen, bald die eines Tieres oder eines Halbgottes anzunehmen – so lehren es die alten Schriften. Im Körper eines Halbgottes genießt das Lebewesen Glückseligkeit, im menschlichen Körper leidet es, und im Körper eines Tieres wird es von Angst beherrscht.

Wünsche, die sich während einer Verkörperung aufgrund der Kürze des menschlichen Lebens nicht erfüllen konnten, werden zur Ursache der nächsten Geburt.

Die Wünsche werden in wahre, falsche und völlig falsche Wünsche eingeteilt. Jeder von uns trägt wahre Wünsche in sich, doch sie werden von falschen Wünschen verdeckt. Wir alle sehnen uns nach Liebe, Glückseligkeit, Schönheit und Ewigkeit. Doch die Dunkelheit der Unwissenheit verdeckt diese wahren Sehnsüchte, sodass der Mensch sein Leben der Verfolgung falscher Wünsche widmet.

Wir kommen in die materielle Welt, um unsere falschen Wünsche zu erfüllen. Unser Horoskop wird uns zusammen mit unserer Geburt wie eine Anleitung mitgegeben. Es hilft uns jene wichtige Information zu finden, die für jeden Menschen von Bedeutung ist, damit wir – nachdem wir unsere falschen Wünsche verwirklicht haben und von ihnen enttäuscht wurden – die wahren Wünsche der Seele erkennen.

Diese Anleitung wird jedem Menschen mitgegeben, der in die materielle Welt kommt. Doch die meisten Menschen wissen nicht, dass man sie lesen sollte bevor man den Körper benutzt, den man erhalten hat.

Horoskop – das ist eine Anleitung

Das Horoskop ist eine Anleitung in der Hinweise verborgen sind, womit sich der Mensch in diesem Leben beschäftigen sollte, damit er es richtig macht und versteht, was am Ende herauskommen sollte. 


Das Problem ist, dass der Mensch kommt um bestimmte Wünsche zu erfüllen, Lektionen zu lernen, Enttäuschungen zu erleben und sich dann echte Ziele zu setzen. Aber da er nicht weiß, was er tun soll, verfolgt er völlig falsche Wünsche und vergeudet sein Leben vollständig. 


Nicht erfüllte Wünsche sammeln sich an, und die Seele muss immer wieder inkarnieren um ihre Wünsche zu erfüllen. Und das wird das Rad der Geburten und Tode genannt, das Rad der Samsara, aus dem es schwer aber möglich ist, auszubrechen. 

Karma hat keinen Anfang, aber Gott sei Dank hat es ein Ende, sagen die alten Texte.